15.12.2018

Bild von Ralf Litera

Liebe Volleyballfreunde, 
was ein sportlicher Jahresabschluss. Mit 3:1 siegt der RCS im ersten Spiel der Rückrunde der Dritten Liga und gleichzeitig letztem Spiel des Jahres 2018. Aber lest selbst.
 
Drei Punkte unterm Weihnachtsbaum 
Als um 21:40 Uhr der letzte Pfiff des Volleyball-Jahres 2018 für den RCS ertönte, da rannten Ergänzungsspieler und Trainerbank aufs Feld, um das just ergatterte 3:1-Spiel gegen den SC Union Emlichheim mit den sechs Spielerinnen auf dem Court zu bejubeln. Es war in Summe formidabel, was das Team um Trainer Julian Schallow da aufs Parkett in der Grafschaft Bentheim legte. Dabei brauchte das Team aus dem Sauerland gut einen halben Satz, bis es auf Betriebstemperatur war. Bis dahin liefen die Athletinnen um Kapitänin Vanessa Vornweg immer einem kleinen Rückstand hinterher. Doch dann gelang Außenangreiferin Laura Kemper eine Aufschlagserie, die der Tabellennachbar aus Niedersachsen nicht bändigen konnte. Punkt um Punkt konnten sich die HSK-Mädels nach und nach vom SCU von Trainerin Claudia Volkers absetzen. Einmal in Führung war die Devise klar: den Sack zumachen. Gesagt - getan: und so verwandelte der RCS gleich den ersten Satzball mit einem gezielten Angriff von Diagonalspielerin Kim Spreyer. Spätestens jetzt hatte der RCS,. der einmal mehr von rund 25 lautstarken Fans in die Nähe der holländischen Grenze begleitet wurde, Blut geleckt: "Hier geht was, Mädels", forderte Katharina Schallow beim Pausentee dazu auf, die Leistung erneut voll abzurufen. Doch die Worte fanden - wie schon in Durchgang 1 - erst keinen Widerhall im Team. Vielmehr glich Durchgang 2 bis zur Satzmitte dem ersten Satz. Knappe Punktevorsprünge des SCU, der sich die heimische Kulisse zu Nutze machte. Gerade in diesem Spielabschnitt zeigte der Gastgeber, was in ihm steckt: durckvolle Aufschläge waren ein probates Mittel, den Annahmeriegel um Libera Victoria Vornweg mächtig ins Schwitzen zu bringen. Doch auf das Schwitzen folgte die Coolness eines der jüngsten Annahmeformationen der Liga. Denn immer besser kam der erste Pass bei der gut aufgelegten Zuspielerin Michelle Henkies an, die die Bälle clever auf ihre Angreiferinnen verteilte. Und die packten ihre ganze Kraft in die Schläge. Folgerichtig konnte beim Spielstand von 18:18 das erste Mal in diesem Satz ein Vorsprung erarbeitet werden. Aber Emlichheim steckte nicht auf, fightete sich immer wieder ran und konnte bis zum 24:23 noch rankommen. Doch dann setzte Bonnie Bastert den "Todesstoß" in diesem Satz und ballerte den Angriff einfach ins Feld. 2. Satz auch im Sack! Nun sollte es schnell gehen mit einem dritten Satzgewinn, so zumindest der Plan. Doch dieser sollte sich als nicht ausgereift erweisen. Statt weiter Vollgas zu geben, verkrampften die Sauerländerinnen. Die Annahme-Zuspiel-Achse konnte nicht an die bisherigen Leistungen anknüpfen - gegen eine erfahrenes Team wie den SCU keine gute Idee... Die durchgeführten Wechsel auf der Mitte - hier kam Leonie Baumeister aus der 2. Mannschaft zum Einsatz - vermochten keine Entlastung bringen. Vielmehr zogen die Niedersachsen Punkt für Punkt von dannen. 19:25 hieß es so am Ende von Satz 3. Mund abwischen, weitermachen! "Ey Leute, wir holen uns jetzt die drei Punkte", forderte Alina Hustadt - und schritt selbst mit gutem Beispiel voran. Denn die junge Zuspielerin nahm sich beim 5:6 aus RCS-Sicht den Ball zum Aufschlag und gab ihn bis zum 12:7 auch nicht mehr ab. Klasse! Damit war der Bann gebrochen: Der RCS spielte jetzt aus einem Guss. Franziska Finke über die Mitte und die bärenstarke Kim Spreyer auf der Diagonalen hauten die Bälle nur so ins gegnerische Feld, dass die Stimmung auf der Tribüne im RCS-Block immer besser wurde. Die Leistungsunterschiede in diesem Satz wurden immer größer, so dass es beim 25:16 kein Halten mehr gab. "Wir haben sowohl Moral gezeigt als auch gute Leistungen erbracht, vor allem in Satz vier", zeigte sich Cheftrainer Julian Schallow sehr zufrieden mit der Leistung seines Teams. "Wir haben die Hinspielniederlage mehr als wett gemacht", stieß auch Co-Trainer Linus Tepe in die Freudenfanfaren ein. Denn beim Auftaktspiel der diesjährigen Saison setzte es eine 2:3-Niederlage. Kim Spreyer gab die Stimmung im Team wieder: "Das war heute echt eine tolle geschlossene Mannschaftsleistung. Da können wir stolz drauf sein. Ein super Jahresabschluss eines bewegten Volleyball-Jahres 2018. Und wir wollen weiter angreifen - das obere Tabellendrittel ist in Sicht- und Reichtweite." Jetzt aber ruht der Volleyballl für ein paar Tage.
 
Anfang des Jahres wird dann wieder Vollgas gegeben: Denn schon am 12.1.2018 ist der RCS vor heimischem Publikum gegen den MTV Hildesheim gefordert. .  
 

Netzgeflüster 126 vom 15.12.2018

02.12.2018

Liebe Volleyballfreunde, 
Rums!!! Das war mal eine Ansage einer ganz jungen und dennoch messerscharfen RCS-Truppe. Ein Dreier gegen einen bärenstarken Gegner und die Nerven behalten im Endspurt von Satz 3, alles unter den Augen der Blauen Wand in Münster: doppelt gut für den Rest der Saison!
 
RCS mit Wahnsinnserfolg in Münster – 3:1 gegen Aasee lässt die Volleyballherzen höher schlagen Die zahlreichen Fans, die sich am Sonntagnachmittag im verregneten Münster vom Weihnachtsmarkt auf den Weg in die Bonhoefferstraße zum Drittlagevolleyball gemacht haben, werden ihr Kommen nicht bereut haben. Kaum zu glauben, dass auf den beiden Netzseiten die Nummer 8 und 9 der Drittligatabelle standen; ließ die Partie doch an Intensität und Kampfgeist keine Wünsche übrig. Am Ende jubelten dann die Blauen vom Sorpesee und doch war es ein Duell mit Wimpernschlagentscheidungen, das beide Teams über weite Strecken auf Augenhöhe bestritten. Aasee mit dem Plus an Erfahrung und Körperhöhe im Block, Sorpesee mit dem Plus an Emotionen und etwas mehr Speed auf den Beinen. Satz 1 sah unter den Augen der zahlreichen mitgereisten Fans der Blauen Wand vom Sorpesee eine ausgeglichene Partie. Der RCS strauchelte etwas herein, fing sich dann und konnte bis Mitte des Satzes wieder ausgleichen. Die Partie wogte hin und her mit wechselnden Vorteilen auf beiden Seiten. Gegen Ende des Satzes brachten eine strittige Situation in der Nicole Freiburg verletzt das Feld verlassen musste und einige Technikentscheidungen des ansonsten guten Schiedsgerichtes RCS Trainer Schallow dermaßen auf die Palme, dass er nur mit Hilfe seiner beiden Mittelblockerinnen Vanessa Vornweg und Franziska Finke wieder zu beruhigen war. Etwas zu spät, hatten doch die abgezockten Aasee-Damen die kleinen Unsicherheiten bei der erneuten Umstellung des Annahmeriegels ausgenutzt und die entscheidende Führung erarbeitet. 19:25 aus RCS Sicht und Durchatmen angesagt. Gesagt getan: Nach dem Seitenwechsel atmeten die Aktiven auf RCS Seite ganz tief durch und legten spürbar einen Gang zu. Kim Spreyer kam auf der Diagonalen immer besser in Fahrt und der Annahmeriegel um die wieder vollends genesene Victoria Vornweg versorgte Michelle Henkies und Alina Hustadt mit immer besseren Annahmen. Das Spiel des RCS nahm Fahrt auf und noch dazu stellten Bonnie Bastert und Laura Kemper über die Außen ihr Angriffs- und Aufschlagvisier immer besser ein. Vorteil für den RCS gegen Mitte des Satzes und noch dazu bekam Physio Anne Schmitz die Fußverletzung von Nicole Freiburg in den Griff. Mit Zusatzmotivation ging es damit auch für die angriffsstarke Außen auf RCS Seite weiter. Bis zum 25:20 erzielten die Damen vom Sorpesee dann doch einige Wirkungstreffer und glichen in den Sätzen aus. Dass damit aber BW Aasee die Partie nicht kampflos hergeben wollte, wurde allen Beteiligten dann im dritten Durchgang einer mittlerweile begeisternden Partie deutlich. Die Gastgeberinnen legten im Aufschlag los wie die Feuerwehr und der RCS Block hatte mit den durchschlagskräftigen Außen und einer gut aufgelegten Diagonalspielerin auf Aasee Seite alle Hände voll zu tun. Ausgeglichener Beginn und dann ein Zwischenspurt der Gastgeberinnen der Aasee vermeintlich auf die Siegerstraße brachte. Auf RCS Seiten aber hatte plötzlich eine ganze Mannschaft etwas dagegen. Franziska Finke und Vanessa Vornweg blockten sich die Hände im Mittelblock warm und als Nicole Freiburg mit einer famosen Aufschlagserie die Wende einleitete, hielt es keinen der mitgereisten Fans vom Sorpesee mehr auf den Sitzen. 23:23, dann ein Hin und Her und Bonnie Bastert und Kim Spreyer am Ende mit Nerven aus Stahl: 27:25 der Lohn für die kämpferische Topleistung und eine 2:1 Satzführung mit viel Herz. In Satz 4 entfesselte das junge Team von der Sorpe unter dem Jubel von Linus Tepe, Anne Schmitz und Scout Katharina Schallow auf der Bank dann sein volles Potential. Die Aufschläge saßen uhrplötzlich als hätte man nie etwas anderes getan. Serien von Kim Spreyer, Franziska Finke und wiederum Nicole Freiburg stellen den vehement kämpfenden Aasee Annahmeriegel vor Probleme und das Spiel der Gastgeberinnen verlor aus den etwas schwächeren Annahme an Rhythmus. Genug Angriffsfläche für den RCS mit Vollgas zuzupacken. Was das Team um die spielstarke RCS Zentrale auch anpackte, in Satz 4 gelang fast alles. Am Ende stand ein 25:14, bei dem dann zu guter Letzt doch das jüngere und energischere Team die Punkte mit auf die Heimreise ins Sauerland nahm. So lagen sich am Ende auf Seiten der Gäste Fans und Spielerinnen in den Armen, diskutierten die Schlüsselsituationen des Spiels und hatten auch noch den einen oder anderen Seitenhieb für Trainer Julian Schallow und seinen ersten Satz übrig. Kapitänin Vanessa Vornweg brachte es dann am Ende dann aber wohl am Treffendsten auf den Punkt: „Na ja der ist schon ok…also so privat wenn kein Ball in der Nähe ist meine ich “ – Nächster Halt: Jahresabschluss in Emlichheim!
Für den RCS aktiv: Bonnie Bastert, Franziska Finke, Nicole Freiburg, Michelle Henkies, Alina Hustadt, Laura Kemper, Kim Spreyer, Vanessa Vornweg, Victoria Vornweg, Physio Anne Schmitz, Scout Katharina Schallow, Co-Trainer Linus Tepe und Trainer Julian Schallow. 
 

24.11.2018

Bild von Ralf Litera

Liebe Volleyballfreunde, 
Sand im Getriebe zum letzten Heimspiel des Jahres und dennoch auch gute Nachrichten aus dem RCS-Umfeld aber lest selbst:
 
Stimmungsvoller Heimausklang in 2018 – RCS gegen den TV Eiche Horn Bremen chancenlos Widersprüchliche Überschrift und tatsächlich nicht alles im Einklang beim bitteren 0:3 der Volleyballdamen des RC Sorpesee gegen die ambitionierten Gäste vom TV Eiche Horn Bremen. Die Stimmung und das Drumherum im Schulzentrum in Sundern ließen keine Wünsche offen, das Spiel der Sauerländerinnen gegen starke Hansestädterinnen freilich schon. So ging die 0:3 Niederlage durchaus in Ordnung, hatten beim Abschiedsspiel von Katharina Schallow auf RCS Seite doch die Köpfe der RCS Akteurinnen einiges emotionales zu verarbeiten. Dass an diesem Samstagabend das Spiel der Gastgeberinnen von Beginn an nicht ganz rund lief, war allenthalben zu sehen. Alle Auszeiten verbraucht, alle Wechsel ausgeschöpft, gelobt, geflucht, getobt und beruhigt, am Ende hatte das Trainerteam des RCS alles durch und doch nichts erreichen können für die Truppe auf dem Feld. Die RCS Annahme um die wiedergenesenen Nicole Freiburg und Victoria Vornweg war unter Dauerbeschuss und auch die immer wieder mit guten Aktionen aufblitzenden Laura Kemper und Bonnie Bastert schafften es nicht die starken Aufschläge einer abgezockten Bremer Truppe zu kontrollieren. So blieben für die mit den Hufen scharrenden Franziska Finke und Vanessa Vornweg zumeist nur Blocks und Defensivaktionen übrig und Bremen zog davon. Mit einer famosen Aufschlagserie egalisierte Franziska Finke den Spielstand zwar bis zum 19:19 aber den finalen Schritt zur Satzführung konnte der RCS nicht gehen. 1:0 für Bremen und viel Gesprächsbedarf beim Wechsel. Satz 2 begann mit Bonnie Bastert auf der Diagonalen und sah ein RCS Zuspiel in dem Michelle Henkies und Alina Hustadt mehr auf den Beinen waren, als es beiden wohl lieb war. Folgerichtig geriet der RCS wieder in Rückstand, einen Rückstand, den das Team trotz Wahnsinnsunterstützung von der Tribüne bis zum Satzende nicht egalisieren konnte. Da nutzten auch die verbesserte Abstimmung auf der Diagonalen und alle taktische Umstellung im Annahmeverbund nicht. So waren es in den langen und umkämpften Ralleys im Schulzentrum zumeist die Bremerinnen um ihren cleveren Coach Marcus Lenz, die das bessere Ende für sich hatten. So kam der RCS zwar noch einmal etwas heran, musste aber in den 0:2 Satzrückstand einwilligen. Dritter Satz und dritte Aufstellung auf RCS Seite. Bonnie Bastert wechselte auf die Außenposition und Kim Spreyer zurück auf die Diagonale. Die erhofften Impulse konnte der glücklose Trainer Julian Schallow dem RCS Spiel damit freilich auch nicht mehr geben. Starken Angriffsaktionen auf RCS Seite folgten in großer Regelmäßigkeit leichte Fehler und halbherzige Abschlüsse, die den Bremerinnen in die Karten spielten. So kämpften die Sauerländerinnen unter den Anfeuerungsrufen der Fans um jeden Ball, konnten sich aber über die gesamte Spielzeit nicht so recht freispielen. Am Ende stand für die Gastgeberinnen ein ernüchterndes 0:3 auf der Anzeigentafel, einen Heimabschluss, den sich aus sportlicher Sicht alle anders gewünscht hatten. Nur gut, dass es nach dem Spiel in bewährter RCS Manier wieder nur Gutes zu berichten gab. Spieltagssponsor CASO Germany stiftete wertvolle Preise, schenkte leckere und noch dazu gesunde Smoothies aus und die ebenfalls enttäuschten Fans taten alles dafür die gedrückte Stimmung des Teams schnellstmöglich wieder aufzupolieren. Mannschaftsführerin Vanessa Vornweg bedankte sich im Namen des Teams bei der Blauen Wand und verabschiedete RCS Annahmespezialistin Katharina Schallow in die Babypause. Zwei Chancen vor der Winterpause gibt es noch zu punkten und spätestens bis dort möchten die RCSlerinnen wieder voll auf der Höhe sein!
 
Für den RCS aktiv: Bonnie Bastert, Franziska Finke, Nicole Freiburg, Michelle Henkies, Alina Hustadt, Laura Kemper, Katharina Schallow, Kim Spreyer, Vanessa Vornweg, Victoria Vornweg, Physio Anne Schmitz, Co-Trainer Linus Tepe und Trainer Julian Schallow.  
 

17.11.2018

Bild von Ralf Litera

Liebe Volleyballfreunde, 
Der Krimi hatte diesmal deutlich Überlänge aber die Blaue Wand hatte keine Lust auf eine Niederlage. Da zieht der Trainer den Hut vor der Tribüne und wir packen zwei Punkte ins Säckle.
 
RCS Trainer verneigt sich vor der Blauen Wand – Tribüne sichert zwei Punkte gegen den TV Cloppenburg Als der letzte Angriff der kampfstarken Gäste des TV Cloppenburg ins Aus segelte drehte der Blick des Trainerteams auf der RCS Bank in Richtung Tribüne und alle drei ballten die Faust. Seit einer Viertelstunde hatte die Blaue Wand kurzerhand entschieden, den finalen Durchgang im Stehen zu bestreiten. „Wieder aufstehen!“ war das Signal an das RC Team auf dem Feld, das an diesem Abend arg zu kämpfen hatte: mit einem erwartet zähen Gegner aus Cloppenburg, Unwägbarkeiten und unglücklichen Aktionen im Minutentakt, am Ende aber ganz besonders mit sich selbst. Kampf gewonnen und beim 3:2 zwei ganz wichtige Punkte für die Endabrechnung gesichert. Trainer Julian Schallow wusste, bei wem er sich im Namen des Teams am Ende zu bedanken hatte: „Heute war die Tribüne das Zünglein an der Waage und der Unterschied zwischen Sieg und Niederlage!“ So waren es vor allem die Durchgänge 1 und 5 in denen die Blaue Wand von Beginn an deutlich machte, dass sie nicht zum Verlieren angereist war und mit allem was an lärmgebenden Utensilien zur Verfügung stand dagegen halten wollte. So beim 10:17 aus RCS Sicht, als eine Aufschlagserie von das Signal zur Aufholjagd setzte. Punkt für Punkt holte das Team auf und kam gegen Satzende wieder in Schlagdistanz zu geschickt und taktisch variabel sicher agierenden Cloppenburgerinnen. Am Ende war es der Aufschlag der Gastgeberinnen, der den Kopf aus der Schlinge ziehen sollte und beim 25:23 den Auftaktdurchgang sicherte. Analog der finale Durchgang im Tiebreak, als der RCS beim 11:13 schon mit dem Rücken zur Wand stand, zum Glück war es die Blaue! Vier hart umkämpfte Punkte später jubelten die Gastgeberinnen über einen hauchdünnen und redlich erkämpften Sieg. Was den Fans und auch dem Trainerteam zwischenzeitlich die Schweißperlen auf die Stirn getrieben hatte, war der fahrige Auftritt ihres Teams in den Sätzen 2 und 4, in denen der RCS große Chancen liegenließ, im Angriff die Handbremse angezogen hatte und noch dazu in Annahme und Abwehr den nötigen Biss vermissen ließ. So war es dann zeitweise doch etwas still im weiten Rund und dies zurecht, hatte doch gerade der verschlafene Start in Satz 1 nicht als Weckruf gedient. Der RCS verspielte die 19:15 Führung in Satz 2 fahrlässig und kassierte in der Schlussphase des Satzes zudem einige harte Entscheidungen des Schiedsgerichtes zu ihren Ungunsten. 23:25 und alles wieder auf Null im Spiel. Gleiches Ende in Satz 4, als die Chance einen weiteren Heimdreier einzustreichen durch überhastete und unkonzentrierte Aktionen verstrich und der TV Cloppenburg für den geschlossenen und engagierten Aufritt mit einem Punkt belohnt wurde. Das 20:25 aus RCS Sicht wirkte weit bis in den fünften Satz hinein nach. Dass die zwei Punkte für den RCS vielleicht aber doch auch nicht nur dem Zufall zuzuschreiben sind, zeigte sich phasenweise in Satz 3. Hier fand das junge Team zum Teil zu seinem Spiel, erhöhte das Tempo und griff auch in der Abwehr konzentrierter zu. Es ging also schien man zu sagen. Krachende Außenangriffe und der eine oder andere Blockpunkt über die Mitte ließen die Lücke schnell wachsen. Sogar das Hinterfeldspiel der Gastgeberinnen war kurze Zeit mit von der Partie und der Druck in allen Elementen zu hoch für die tapfer kämpfenden Gäste aus dem hohen Norden. Beim 25:17 in Satz 4 war man guter Dinge, dass es nun endgültig voran geht. „Zu früh gefreut, aber Aufgeben gibt´s nicht!“ war der Tenor auf der Tribüne und die Blaue Wand hielt Wort! So gab es am Ende zwei Punkte für den RCS, einen wohlverdienten für den TV Cloppenburg und gleich eine ganze Menge an Präsenten für die MVPs des Abends auf beiden Seiten. Die Sponsoren des Abends CREO und CASO Germany versüßten den Abend und freuten sich ebenso wie Team und Tribüne über einen ganz wichtigen und hart erkämpften Sieg!
 
Für den RCS aktiv: Bonnie Bastert, Leonie Baumeister, Franziska Finke, Nicole Freiburg, Marie Grützbach, Michelle Henkies, Alina Hustadt, Laura Kemper, Katharina Schallow, Kim Spreyer, Vanessa Vornweg, Victoria Vornweg, Physio Anne Schmitz, Co-Trainer Linus Tepe und Trainer Julian Schallow.
 

11.11.2018

Liebe Volleyballfreunde, 
Fast hätte der RCS als Favoritenschreck wieder zugeschlagen. Am Ende stand man sich dann aber doch etwas selbst im Wege und muss sich mit einem Punkt begnügen. Aber einer ist besser als keiner ;-)
 
RC Sorpesee zeigt seine zwei Gesichter – Gäste bringen sich um den Lohn der Mühen in Ostbevern Wenn die Binsenweisheit „das Spiel hatte zwei Halbzeiten“ einmal Recht am Platz gewesen sein sollte, dann an diesem Wochenende bei der Partie des Tabellenzweiten Ostbevern gegen die jungen Herausforderinnen vom Sorpesee. So teilten sich beide Teams schiedlich friedlich das Spiel untereinander auf. Dumm für die Sauerländerinnen nur, dass der BSV mit der ersten Hälfte von Satz 1, Satz 4 und dem Tiebreak irgendwie die effizientere Spielhälfte erwischt hatte und mit zwei der drei Punkte das schmucke neue Spielfeld in Ostbevern einweihen konnte. Darüber hinaus waren auch die Trainer in ihrer Analyse ziemlich schnelle einig: „Klasse Spiel, einer musste gewinnen und das war am Ende das besser eingespielte und abgezocktere Team mit dem besseren Ende für den BSV!“ Satz 1 sah zunächst einen RC Sorpesee, der überaus schwer aus den Startlöchern kam. Mit Bonnie Bastert für die unter der Woche erkrankte Kim Spreyer und einer glänzend aufgelegten Laura Kemper neben Nicole Freiburg auf Außen brauchte das Team fast die Hälfte des Satzes, um überhaupt einmal in die Partie zu kommen. Erst mit dem Signal zum Angriff in Form von einer furios aufschlagenden Alina Hustadt von der Bank kam das Team so richtig in die Gänge. Ein zehn Punkte Rückstand schrumpfte schnell zusammen und unter den Sängen der jungen RCS Anhänger auf der Tribüne war beim 21:23 der Anschluss fast wieder hergestellt. Zum Kippen brachte der RCS den Auftaktsatz (22:25) zwar nicht mehr aber in der Folge gab das Team dem Spiel dennoch eine Wende. Ab Satz 2 setzte das Team aus dem Sauerland nämlich ein ganz neues Gesicht auf, eines, das auch den starken und in heimischer Halle sehr selbstbewusst auftretenden Ostbeverinnen nicht schmecken konnte. Unter der Regie von Michelle Henkies und der klugen Annahmeregie des RCS Riegels drehten die Gäste nach einem 0:1 Rückstand den Gashahn mächtig auf. Kim Spreyer fand ihren Aufschlag und krachende Blocks um Vanessa Vornweg und Franziska Finke hinterließen Wirkung bei unvermindert wütend attackierenden Gastgeberinnen. Was aber auch das Heimteam in dieser Phase probierte, der RCS war im Spiel angekommen und drückte Satz 2 seinen Stempel auf. Katharina Schallow und Bonnie Bastert sorgten für Entlastung von der Bank und über wohlüberlegte Außenangriffe in Person von Nicole Freiburg und Laura Kemper kam der RCS zum verdienten Satzausgleich mit 25:12. 10 min Pause und neu sammeln. Aber auch nach der Pause waren es zunächst die Sauerländerinnen, die mit viel Kampf und cleverem Spiel der Partie weiter die Richtung gaben. Flexible Positionswechsel gaben dem BSV immer wieder neue Aufgaben im Block und vor allem das Schnellangriffsspiel des RCS wusste zu gefallen. Eine Phase der Partie in der die offensichtliche Erkrankung des RCS Trainerteams kaum auffiel, zu viel Power entwickelten die Damen auf dem Feld. So setzte sich der RCS erneut ab und zog sein Spiel unter Pauken und Trompeten in der gut gefüllten Beverhalle bis zum 25:16 überzeugend durch. Umso erstaunlicher, dass die Mannschaft um Zuspielerin Michelle Henkies und die wiedergenesene Spielführerin Vanessa Vornweg das wunderbare Auswärtsgesicht nach Satz 3 zu Seite legte und fortan am Spiel nicht mehr so recht teilnahm. „Na ja ich kann mich zumindest nicht dran erinnern gesagt zu haben, dass wir mit dem Punkt schon leben können und jetzt aufhören!?“ gab ein sichtlich konsternierter Trainer Julian Schallow später zu Protokoll. Zwar fand er selbst nach dem starken turn around im Spiel nicht immer die richtigen Worte und leistete sich einige taktische Patzer aber daran so der Tenor habe es dann doch nicht gelegen. Mit 25:16 und 15:2 landeten die Sätze 4 und 5 BSV der nicht, wie man vermuten könnte, das Personal komplett austauschte sondern einfach weiterspielte. Beim RCS schien es als habe man komplett gewechselt und doch war es nicht so. Am Ende blieb für den RCS Anhang wie so oft eine Menge Aufbauarbeit, für das Trainerteam eine Menge Denksportaufgaben für die kommenden Wochen und für das Punktekonto dann doch ein Punkt für die Sauerländerinnen über den der Trainer dann doch ein klares Urteil fällte: „Nun ja, wer die Mitte des Spiels gesehen hat, der muss das schon anerkennen: den Punkt haben sich die Mädels in der Phase wirklich verdient!“ – zum Rest schwieg der Verantwortliche zumindest nach Außen. Für den RCS wird es darum gehen in der Zukunft mehr vom guten Gesicht zu zeigen, Auswärts und Daheim!
 
Für den RCS aktiv: Bonnie Bastert, Leonie Baumeister, Franziska Finke, Nicole Freiburg, Michelle Henkies, Alina Hustadt, Laura Kemper, Katharina Schallow, Kim Spreyer, Vanessa Vornweg, Victoria Vornweg, Co-Trainer Linus Tepe und Trainer Julian Schallow .
 

03.11.2018

Bild von Ralf Litera

Liebe Volleyballfreunde, 
Verkehrte Welt im Schulzentrum: Die jungen Herausforderinnen vom Sorpesee kämpfen eines der Top Teams der Liga nieder und profitieren dabei einmal mehr von der famosen Heimspielatmosphäre im Schulzentrum. 3:0 und der Heimfluch ist endgültig besiegt!
 
RC Sorpesee gelingt Befreiungsschlag vor eigenem Publikum – 3:0 gegen Allbau Essen lässt das Schulzentrum Kopf stehen Der Knoten ist geplatzt und das ausgerechnet gegen eines der Top Teams der Liga: Mit einem krachenden 3:0 Erfolg meldet sich der RC Sorpesee endlich auch daheim zu Wort in Liga Drei und beschert einem ausgelassenen Schulzentrum einen Volleyballabend der Extraklasse inklusive Happy End aus Sicht der Heim-Fans. Am Ende erkannte dann auch der faire Trainer der Gäste aus Essen Marcel Werzinger das Klasse Teamwork der Sauerländerinnen und ihrer Fans auf der Tribüne an, die die Mannschaft mit eigens von der Sparkasse angeschafften Tröten zum ersten Heimsieg der Saison 18/19 peitschten. Aber der Reihe nach, das 3:0 hatte es nämlich spielerisch und kämpferisch durchaus in sich. Nervös und etwas fahrig startete der RCS in den Auftaktsatz. Das Trainergespann Tepe/Schallow entschied sich für Michelle Henkies im Zuspiel, Kim Spreyer auf der Diagonalen, Nicole Freiburg und Laura Kemper über Außen sowie Kapitänin Vanessa Vornweg und Franziska Finke über die Mitte. Auf der Libera Position tobte sich erneut Nesthäkchen Victoria Vornweg aus. Dennoch spielte zunächst nur ein Team und das kam aus Essen. Vor allem über die Außenpositionen aus einer stabilen Annahme heraus wussten die Gäste zu gefallen und beim 2:7 aus RCS Sicht war zum ersten Mal Redebedarf auf Seiten der Sauerländerinnen. Mit Erfolg: das Team nahm die Kurskorrekturen dankend an und kämpfte sich zurück in den Satz. Der Doppelwechsel mit der pünktlich wiedergenesenen Alina Hustadt und einer stark verbesserten Bonnie Bastert brachte zudem taktische Möglichkeiten. Beim 14:14 war Essen eingeholt und der RCS setzte zum Überholen an. Laura Kemper und Nicole Freiburg waren warmgelaufen und als auch der RCS Block noch beherzt zupackte jubelten zum Satzende fast nur noch die Sauerländerinnen unter dem Trommeln und Tröten der Blauen Wand. 25:21 und endlich der lang ersehnte gewonnene Auftaktsatz im Schulzentrum. Diesen Schwung transportierte der RCS in den Seitenwechsel und startete in Satz 2 deutlich konzentrierter. Kim Spreyer fand die Lücken im Essener Block und der Schnellangriff der Sauerländerinnen mehr und mehr Gefallen daran, sich ins Angriffsspiel einzuschalten. So behauptete der RCS einen kleinen Vorsprung und sicherte sich unter Regie von Victoria Vornweg einige spektakuläre Punkte aus der Abwehr. Katharina Schallow stabilisierte die immer besser werdende RCS Annahme zusätzlich und die Aufschläge fanden immer präziser das von Co-Trainer Linus Tepe anvisierte Ziel im Annahmeverbund der Essenerinnen. So zog der RCS davon, zunächst langsam, dann spürbarer und gegen Ende des Satzes rieben sich die zahlreichen Zuschauer im Schulzentrum dann doch die Augen. 25:18 und das nächste Ausrufezeichen des Außenseiters gegen ein sichtlich beeindrucktes Top Team aus dem Ruhrpott. Erneuter Seitenwechsel und ein wütender Auftakt der Essenerinnen in Durchgang 3. Zuletzt hatte der VC Allbau Essen sowohl gegen Emlichheim als auch gegen Aasee einen 0:2 Rückstand noch in einen Sieh umgemünzt, der RCS war gewarnt. Essen führte schnell, die Annahme des RCS ließ einen Moment nach und schon waren die Gäste auf den Plan gerufen. Sie punkteten immer wieder über eine glänzend aufgelegte Lena Verheyen und profitierten in dieser Phase von einigen überhasteten Aktionen der Gastgeberinnen. Vier Wechsel, zwei Auszeiten und unzählige Trommelschläge und Tröt-Attacken später aber hatte der RCS das Blatt gewendet. Mit aller Gewalt wollte das Team den ersten Heimsieg der Saison feiern und kaufte den starken und bis zum Ende kämpfenden Essenerinnen tatsächlich den Schneid ab. Franziska Finke und Vanessa Vornweg drehten mächtig auf und Katharina Schallow sicherte zwei entscheidende Abwehrbälle, die das Team über Kim Spreyer und Nicole Freiburg geschickt zu nutzen wusste. Als auch Bonnie Bastert und Alina Hustadt noch alles für den RCS in die Waagschale warfen, war es unter den wachsamen Augen des Schiedsgerichtes und Schreiber Martin Barthel um Essen geschehen. Beim 25:21 stand die Halle endgültig Kopf und feierte den ersten Heimsieg der Spielzeit ausgelassen. Zu guter Letzt durften sich Lena Verheyen und Nicole Freiburg noch über die MVP Awards freuen und zahlreiche Zuschauer über die großzügigen Preise, die der Spieltagssponsor Sparkasse unter Regie von RCS-Ehrenpartner Norbert Runde vergab. Eine kleine Schrecksekunde gab es bei einem Fehltritt und Sturz eines Anhängers auf der Tribüne dann leider doch noch, doch unter eifriger Mithilfe des Physiozentrums Sundern und hilfsbereiter RCS Fans war die Blessur schnell versorgt. Für den RCS bleibt die Gewissheit es daheim doch zu können und den Knoten in Heimspielen durchschlagen zu haben. Aller guten Dinge sind manchmal doch Drei!
 
Für den RCS aktiv: Bonnie Bastert, Franziska Finke, Nicole Freiburg, Michelle Henkies, Alina Hustadt, Laura Kemper, Katharina Schallow, Kim Spreyer, Vanessa Vornweg, Victoria Vornweg, Physio Anne Schmitz, Co-Trainer Linus Tepe und Trainer Julian Schallow.
 

Netzgeflüster Nr. 124 vom 03.11.2018

27.10.2018

Liebe Volleyballfreunde, 
Sieg!!! Und ein Spiel der Marke absolut rassig und sehenswert. Natürlich kann man immer noch besser spielen aber kämpfen kann man kaum besser. Lest selbst:
 
Beherzter Kampf mit zwei Punkten belohnt – RC Sorpesee entscheidet rassiges Duell gegen den ASV Senden im Tiebreak für sich Als beim 5:7 aus RCS Sicht in Satz 5 Kim Spreyer sich den Ball zum Aufschlag schnappte, waren die Chancen auf eine erneute Wende im Spiel der Langscheiderinnen gegen einen gewohnt kampfstarken ASV Senden nicht gerade riesig. Der Diagonalen des Ruderclubs war es aber genau wie dem Rest des Teams schlichtweg egal wie es stand. Mit einer kleinen Serie drehte sich die Partie erneut und beim 15:11 jubelten dann doch die Gäste über eine kämpferische Leistung der Extraklasse und zwei Punkte in der Ferne. Schon im ersten Satz zeigten die Sendenerinnen um die glänzend aufgelegte RCS Akteurin Leonie Hoffmann ihr Stärken und unter der klugen Regie von Coach Suha Yagioglu zu welchen taktischen Schachzügen sie nach dem souveränen Erfolg in Hildesheim in der Lage waren. Der RCS mühte sich zwar nach Kräften doch weder der Aufschlag entfaltete die gewohnte Wirkung noch fanden die RCS Angriffe die wenigen freien Flecken im ASV Feld. So wuchs der Druck auf das Team um Zuspielerin Michelle Henkies stetig. Entlastung für die Spielmacherin war ob der Verletzung von Alina Hustadt Fehlanzeige und nicht das einzige Handicap, mit dem der RCS an diesem Samstag in Senden klarkommen musste. Kapitänin Vanessa Vornweg und Doppel MVP Nicole Freiburg düsten quasi direkt vom Krankenbett auf das Spielfeld in die gut gefüllten Steverhalle. All diese Bemühungen fruchteten in Satz eins allerdings nicht. Ab dem 16:16 zog der ASV davon und konnte ob einiger Abstimmungsprobleme auf RCS Seite nicht mehr gestellt werden. 19:25 aus RCS Sicht, ein denkbar schwieriger Start in die Partie. Reinigendes Gewitter bei Seitenwechsel und nach einer kurzen Aussprache legten plötzlich die Damen vom See vor, und das ganz anständig. Eine 6:1 Führung sollte den gesamten Satz über Bestand haben und unter tatkräftiger Mithilfe aller RCS Akteurinnen konnten die nie aufsteckenden Sendenerinnen in Schach gehalten werden. Der Block um Franziska Finke und Vanessa Vornweg legte einen Gang zu und auf der Außen Position warfen Laura Kemper, Katharina Schallow, Bonnie Bastert und Nicole Freiburg alles in die Waagschale, um den Satzausgleich zu erkämpfen. Mit Erfolg: die Anfeuerungen von der Tribüne trugen Früchte und der RCS behielt in der hitzigen Endphase des Satzes die Nerven. Michelle Henkies fand ihre Angreiferinnen immer besser und beim 25:22 jubelte die Blaue Wand über den Satzausgleich. Den Schwung aus Satz 2 nahm das Team von der Sorpe dann auch gleich mit in den dritten Durchgang. Die Außen erhöhten den Druck im Aufschlag und Libera Victoria Vornweg putzte trotz Knieblessur alles vom Boden, was sie zu greifen bekam. Schnell wuchs der Vorsprung des RCS an und beim 15:6 hatten die Fans und Team ins Spiel gefunden und feierten einige spektakuläre Punkte, bei denen allerdings fast alle langen Ralleys zu Gunsten der Gastgeberinnen ausgingen. Am Ende aber hatte der RCS beim 25:16 dennoch die Nase vorn und die Partie zu diesem Zeitpunkt mit viel Kampf Und Engagement gedreht, 2:1 aus Sicht der Sauerländerinnen. Dass mit einem kampfstarken Team wie dem ASV gerade zu Hause aber immer zu rechnen ist, stellte der vierte Satz einer faszinierenden Partie eindrucksvoll unter Beweis. Senden startete stark und beim RCS kehrte die Passivität des ersten Satzes zumindest kurzzeitig wieder zurück aufs Feld. Coach Schallow verpasste es dem Satzverlauf eine schnelle Wende zu geben und mit zeitweise 5 Punkten Rückstand gingen Nicole Freiburg und Co. in das Satzfinale ab 17:22. Plötzlich war er wieder da der RCS Kampfgeist. Franziska Finke und Bonnie Bastert steuerten starke Aufschläge bei und beim 21:23 war die Chance da, die Lücke entscheidend zu schließen. Aber der RCS stand sich in den entscheidenden Situationen doch selbst im Weg und zwei Punkte später jubelte der ASV über den 2:2 Satzausgleich. Satz 5 lief lange Zeit ganz und gar nicht rund für den RCS. Dann aber in der entscheidenden Phase fassten sich die Gäste aus dem Sauerland ein Herz. Laura Kemper startete im Angriff den Turbo und auch eine Schrecksekunde mit Umknicken von Nicole Freiburg bei einer etwas übermotivierten Angriffsaktion einer Sendener Spielerin überstand das Team. Ab dem 5:7 aus RCS Sicht übernahm der RCS Schritt für Schritt die Kontrolle und hatte beim 15:11 das bessere Ende in einer aufregenden und emotional geführten Partie. Vollkommen ausgepumpt schauten sich die RCS-Spielerinnen nach der Partie in die Augen und waren sich sicher: Zwei Punkte erkämpft und einen bei den famos kämpfenden Sendenerinnen gelassen, faires Ende einer tollen Partie! So sammelte der erschöpfte aber gut gelaunte RCS Tross die Punkte 6 und 7 für das mittlerweile gut gefüllte Auswärtskonto der Saison. Starkes Teamwork auf und neben dem Feld und nach Meinung aller auch bald an der Zeit daheim den Bock umzuwerfen und den ersten Heimsieg einzufahren.
 
Für den RCS aktiv: Bonnie Bastert, Franziska Finke, Nicole Freiburg, Michelle Henkies, Laura Kemper, Katharina Schallow, Kim Spreyer, Vanessa Vornweg, Victoria Vornweg, Scout Alina Hustadt, Physio Anne Schmitz, Co-Trainer Linus Tepe und Trainer Julian Schallow.
 

20.10.2018

Bild von Ralf Litera

Liebe Volleyballfreunde,
ein Volleyballspektakel auf höchstem Niveau, eine emotionale Vorstellung der Sonderklasse und am Ende doch ein Ergebnis, dass sehr deutlich aussieht. Sicher ist aber, dass niemand, der in der Halle war, das Kommen bereut hat. Großer Sport!!!... und eine gute Besserung an Ines Bathen
 
RC Sorpesee verliert aber begeistert – Partie gegen den USC überschattet von Verletzung Als der letzte Pfiff des Schiedsrichters am vergangenen Abend im Schulzentrum Sundern das 0:3 der jungen Herausforderinnen vom Sorpesee gegen den Tabellenführer aus Münster besiegelte spendete die voll besetzte Blaue Wand beiden Teams frenetischen Beifall für eine sehr intensive und vor allem in Satz 2 enorm hochklassige Partie.
Am Ende gratulierte das Trainerteam des RCS Dörendahl, Petrausch, Bathen, Ossowski und Co. Zum verdienten und hart erkämpften Sieg. Zittrig nach zuletzt zwei Niederlagen startete der RCS in das zweite Heimspiel der Saison. Der USC in Person von Alisha Ossowski legte gleich mächtig los im Aufschlag, ein Element in dem die Gäste ihre nach eigener Meinung beste Saisonleistung ablieferten. Beim 1:5 war der RCS-Staff zur ersten Auszeit gezwungen und das Team arbeitete sich wieder heran. Angetrieben von den begeisterten Anhängern auf der Tribüne kämpfte der RCS sich zurück und hatte beim 14:14 die Partie wieder ausgeglichen. Das hohe Niveau der Aufholjagd konnte das Team um das Zuspielduo Michelle Henkies und Alina Hustadt jedoch hinten heraus nicht halten und musste den USC, bei dem vor allem Ines Bathen und Linda Dörendahl in dieser Phase aufdrehten, ziehen lassen. Da half es auch nicht, dass der RCS ganze sechsmal wechseln konnte und wie in jedem Satz ebenfalls seine Auszweiten gut zu nutzen wusste. Satz 2 sah eine weiter verbesserte Leistung der Gastgeberinnen. Sarah Petrausch erhöhte den Druck in Angriff und Aufschlag und der RCS Annahmeriegel um Libera Victoria Vornweg und die spätere MVP Nicole Freiburg verrichtete Schwerstarbeit. Auf der Diagonalen wirbelten Kim Spreyer und Bonnie Bastert nach Kräften und der Mitteblock mit Franziska Finke und Vanessa Vornweg entschärfte Ball um Ball. Durch die Einwechslung von Laura Kemper kam zusätzliche Power auf die Außenposition und der RC Sorpesee war plötzlich voll da. Beim 21:22 aus RCS Sicht gab es die Chance die Lücke ganz zu schließen, alleine zupacken konnten die RCS Mädels nicht. Einen Punkt später ereignete sich die Szene, auf die beide Seiten in einer mittlerweile mitreißenden Partie gerne verzichtet hätten. Nach zwei starken Blockaktionen des RCS lief Ines Bathen auf Seiten des USC zum dritten Mal zum Angriff an und versuchte es mit einem Drehschlag. Bei der Landung allerdings verdrehte sich die Top Außen der Gäste unglücklich das Knie. Gut, dass mit Anne Schmitz und Jannik Burgard vom Physio Zentrum Sundern zwei RCS Experten direkt die Behandlung übernehmen konnte. Im spannenden Finale des Satzes entschieden ein Technikpfiff des Schiedsgerichtes und ein knapper Ausball zum 23:25 für den USC. Mit dem 0:2 als Hypothek und dem engen Ausgang von Satz 2 schien es als sei die RCS Moral gebrochen. Der USC stellte um, hatte von nun an mit Petrausch auf der Diagonalen einen weiteren Punktgarant und zog das Tempo erneut an. Beim 10:20 aus RCS Sicht schien es eine Klatsche zu geben aber Team und Tribüne hatten noch nicht genug von einer tollen Partie. Die Gastgeberinnen fighteten und kämpften sich Punkt für Punkt zurück. Beim 20:23 war der USC urplötzlich wieder in Reichweite und doch spielte der Kopf dem RCS wieder einen Streich. Zwei einfache Fehler später jubelte das Ensemble des USC über einen 3:0 Erfolg. Für die Fans des RCS blieb die Gewissheit ihrem Team mit der Anfeuerung bis zum finalen Punkt den Rückenwind gegeben zu haben, den die Mannschaft für die Aufholjagd speziell in Satz 3 nutzen konnte. Zusätzlich fand die Popcorn Aktion des Spieltagssponsors Physio Zentrum Sundern tollen Anklang und zahlreiche Fans durften sich über Preise in der Verlosung freuen. Zuletzt spendierte Hauptsponsor CASO Germany noch Preise für die MVPs des Abends Linda Dörendahl und Nicole Freiburg.
 
Für den RCS aktiv: Bonnie Bastert, Leonie Baumeister, Franziska Finke, Nicole Freiburg, Marie Grützbach, Michelle Henkies, Alina Hustadt, Laura Kemper, Katharina Schallow, Kim Spreyer, Vanessa Vornweg, Victoria Vornweg, Physio Anne Schmitz und Co-Trainer Linus Tepe.
 

13.10.2018

Bild von Ralf Litera

Liebe Volleyballfreunde,
leider war noch gar nichts verdaut und neben einem schwarzen Tag muss auch die Rolle des Trainers kritisch beäugt werden.
 
RC Sorpesee verschläft Partie in Bonn – 0:3 beim Tabellenzweiten verdirbt die Laune „Heute hätten wir noch 10 Sätze spielen können, wenn dann hätten wir über die Kondition irgendwann mal einen gewinnen können…“ brachte Trainer Julian Schallow die Kritik an der überdeutlichen 0:3 Schlappe bei starken Bonnerinnen auf den Punkt.
 
Allerdings war der Trainer an genau diesem Spielausgang wohl am meisten selbst schuld, brachte er das Team nach einem wackligen Start ins Spiel und einem unglücklich verlorenen Auftaktdurchgang doch nicht mehr auf Spur in Richtung erfolgreichem Spiel. Mehr noch, die Wechsel misslangen und auch das erneute Behacken mit einem neutral betrachtet tadellosen Schiedsgericht trug nicht zur Stabilität des jungen Teams aus dem Sauerland bei. Im Auftaktdurchgang offenbarte sich die Verunsicherung des Teams um Captain Vanessa Vornweg bereits ab dem ersten Ballwechsel. Reihenweise segelten die Aufschläge der RCS Spielerinnen ins Aus und auch die personelle Situation in Reihen der Sauerländerinnen hatte sich nicht verbessert. krankheits-, klassenfahrt- und verletzungsbedingt waren zahlreiche Akteurinnen nicht auf der Höhe und doch kämpfte das Team sich ins Spiel und hatte beim 21:18 gute Karten etwas Selbstvertrauen zu tanken und Satz 1 auf der Habenseite zu verbuchen. Aber einige verschlafene Abwehraktionen und verpasste Sicherungen später hatte Bonn das Blatt gedreht und ging beim 27:25 mit 1:0 in den Sätzen voran. Die Fans auf der Tribüne freuten sich auf ein enges und umkämpftes Spiel und wurden doch enttäuscht. In den Sätzen 2 bis 3 ergab sich das RCS Team ob einiger unglücklicher Aktionen und unerzwungener Fehler in sein Schicksal. „Wie kann man das denn so einfach laufen lassen!?!?“ der Kommentar der mitgereisten Fans nach dem Spiel in Richtung Trainer Julian Schallow. Impulse setzen konnte der Verantwortliche an der Linie freilich nicht. Es schien nicht so als erreiche er das Team in den kritischen Phasen der Partie. So jubelte nach einem umkämpften und zwei einseitigen Durchgängen der neue Tabellenzweite aus Bonn über einen verdienten Heimerfolg und die Fans des RCS leisteten einmal mehr Aufbauarbeit bei ihrem Team nach einer deutlich verbesserungswürdigen Leistung in Bonn. Für den Verantwortlichen auf RCS Seite gilt es nun sich Gedanken zu machen, Ideen zu entwickeln und verlorenes Vertrauen wiederzugewinnen. Eine Aufgabe die nur in gemeinsamer Anstrengung gelingen kann. Natürlich hörte man nach dem Spiel auch diesbezüglich kritische Stimmen. Die kommenden Wochen werden die Wahrheit ans Tageslicht bringen.
 
Für den RCS aktiv: Bonnie Bastert, Franziska Finke, Nicole Freiburg, Alina Hustadt, Laura Kemper, Katharina Schallow, Kim Spreyer, Vanessa Vornweg, Victoria Vornweg, Scout Michelle Henkies, Co-Trainer Linus Tepe und Hauptverantwortlicher Julian Schallow.
 

06.10.2018

Liebe Volleyballfreunde, 
Vorbei an der Sensation und außer einer Menge Respekt bei Gegner und Zuschauern nichts gewonnen.
 
Da heißt es aufstehen und weitermachen! Kampfstarkes RCS Team verpasst es sich selbst zu belohnen – 0:3 gegen Borken bedeutet das Aus im WVV Pokal Hängende Köpfe und enttäuschte Gesichter auf Seiten des RC Sorpesee bei der obligatorischen Verabschiedung von den Kontrahentinnen der Skurios Volleys Borken nach dem Spiel. Soeben war die Reise des RC Sorpesee im WVV Pokal der Saison 2018/19 zu Ende gegangen und die Niederlage gegen den Tabellenführer der zweiten Bundesliga besiegelt. „Standesgemäß!“, würden die Außenstehenden wohl sagen und doch im Verlauf und der Entstehung ein tiefer Schlag für das junge Team von See. So brachte schon der erste Satz den Spielverlauf über weite Strecken in der Karl-Fischer Halle auf den Punkt. Blitzstart RCS und beim 6:0 einen kleinen Vorsprung herausgespielt, beim 7:5 dann wieder ein enges Spiel und bis zum nächsten Zwischenspurt der Sauerländerinnen wogte das Spiel hin und her. Spätestens aber als beim 22:17 für den RCS nur noch drei Punkte zum Satzgewinn in Durchgang 1 fehlten schien der Kopf dem ohne Nicole Freiburg und Franziska Finke angetretenen Team aus Langscheid einen Streich zu spielen. Etwas kopflos überließ man Borken die Chancen zur Aufholjagd und das erfahrene Top Team nahm diese gerne an. Gerade mal einen Punkt erzielte der RC Sorpesee noch in diesem Durchgang und musste beim 23:25 das 0:1 in Kauf nehmen. Wer dachte jetzt sei die Partie de facto entschieden, sah sich in Satz 2 aber getäuscht. Bonnie Bastert und Kim Spreyer tauschten die Positionen und wirbelten fortan noch vehementer gegen die körperlich deutlich überlegenen Bundesligamädels um die stark aufgelegte Annika Brinkmann. Mit blitzgescheiten Aufschlägen und einer glänzenden Annahme um Victoria Vornweg aber hielten die unbeugsamen Sauerländerinnen auch Satz 2 offen. Beim 21:19 und 23:22 aus RCS Sicht aber ließ man wieder einige Chancen liegen und spielte den Borkenerinnen damit in die Karten. Beim 23:25 setzte es somit den nächsten Tiefschlag und den 0:2 Satzrückstand. Ein fast gleiches Bild bot sich den Zuschauern in Erkelenz in Durchgang 3. Der RCS kämpfte was das Zeug hielt und sicherte sich immer wieder Punkte aus den langen Ralleys. Michelle Henkies und Alina Hustadt ergänzten sich vortrefflich auf der Zuspielposition, warfen gemeinsam alles Geschick in die Waagschale, um den großen Borkener Block in Bewegung zu bringen. Dass damit alle Wechseloptionen des RCS an diesem Tag schon beschrieben waren, machte sich in der zweiten Hälfte von Satz 3 bemerkbar. Vanessa Vornweg und Bonnie Bastert griffen über die Mitte beherzt zu, Laura Kemper und Katharina Schallow wirbelten Außen und auf der Diagonalen punktete Kim Spreyer zuverlässig für den RCS. Ab dem 14:15 aus RCS Sicht war dennoch Borken am Zug. Der kleine Zwischenspurt zum 14:19 reichte dem erfahrenen Team der Skurios Volleys trotz aller Anstrengungen auf RCS Seite zum 25:19 und damit ungefährdeten 3:0 Sieg. So blieb nach dem Spiel eine Menge Aufbauarbeit für das RCS Team. Die Unzufriedenheit speziell über die Satzausgänge in Satz 1 und 2 waren allgegenwärtig und drückten die Stimmung doch ganz erheblich. Da heißt es den Kopf wieder hochbekommen, an den Verletzungen im Team arbeiten und schon kommendes Wochenende wieder voll angreifen, dann ganz konzentriert auf die Liga!
 
Für den RCS aktiv: Bonnie Bastert, Michelle Henkies, Alina Hustadt, Laura Kemper, Katharina Schallow, Kim Spreyer, Vanessa Vornweg, Victoria Vornweg, Physio Anne Schmitz, Scout Franziska Finke und Co-Trainer Linus Tepe.
 

30.09.2018

Liebe Volleyballfreunde, 
„Auf geht´s Sorpe, kämpfen und siegen!“ – So hat die Blaue Wand gefordert und so kam es!!!
 
Aller guten Dinge sind Drei – RCS mit erstem Dreier der Saison im dritten Anlauf Als Franziska Finke und Kim Spreyer in Co-Produktion den letzten kraftvollen Angriff der Volleyballerinnen des VfL Lintorf ins Feld der tapfer kämpfenden Gastgeberinnen blockten, fand ein kurioses Spiel einen verdienten aber dennoch nicht über alle Spielphasen souveränen Sieger. Dennoch waren es am Ende lachende Gesichter bei den Spielerinnen vom Sorpesee: erster Dreier, wieder einmal selbst herausgezogen aus einem Tief und mit der Blauen Wand die vermutlich wichtigste Unterstützung wieder mit Pauken und Trompeten am Start. Zwar startete das RCS Team um die wiedergenesene Zuspielerin Michelle Henkies noch etwas verhalten in den ersten Satz, doch schnell wurde klar, dass die junge Truppe vom Sorpesee diesmal gewillt war schon in Satz 1 Vollgas zu geben. Über 9:8 zog das Team auf 13:8 und unter starken Aufschlägen von Franziska Finke und Vanessa Vornweg weiter auf 17:8 davon. Zwar verlor der RCS Express in Richtung Satzende etwas an Tempo aber aus einem 22:12 mit zehn Punkten Vorsprung machte das Team ein 25:15 und eine Premiere der ganz besonderen Art: der erste gewonnene Auftaktdurchgang in der Saison 2018/19 und eine Menge Selbstbewusstsein für Satz Nummer 2. Einen Rückenwind, den das Team zunächst auch zu nutzen wusste. Über 5:2 und eine feine Aufschlagserie von Bonnie Bastert zum 12:4 enteilte der RCS und es schien als habe das junge Team alles im Griff. Eigentlich gab es nicht viel zu meckern am Spiel der Sauerländerinnen, wären nicht einige der Aktionen gerade aus der Abwehr an etwas überhasteten Abschlüssen gescheitert. Einen Umstand, den die erfahrenen Gastgeberinnen aus Lintorf gerade über ihre starken Außen immer wieder zu nutzen wussten. Beim 12:8 war Redebedarf auf RCS Seite und doch war der Schlendrian eingekehrt im Gästespiel. Auch eine zweite Auszeit der Sauerländerinnen verpuffte, so dass der Satz in der Verlängerung gehen musste. Das Spiel wogte hin und her, bevor ein beherzter Block der stark aufgelegten Kim Spreyer letztlich das 28:26 und damit den ersten Punkt auf Seiten des RCS sicherte. Die Lockerheit auf Seiten der Blauen aber war verflogen. Da nutze zu Beginn von Satz 3 auch die lautstarke Unterstützung der tollen RCS Fans nicht. Die Blaue Wand gab alles und musste doch mit ansehen, dass ein plötzlich hellwaches und immerzu kämpferisches VfL Lintorf Team wie die Feuerwehr in den Durchgang startete. Zudem verlor der RCS in dieser Phase mit Victoria Vornweg, dem Nesthäckchen auf der Libera Position, verletzungsbedingt eine ihrer Stützen in der Annahme und brauchte etwas für die Umstellungen im Annahmeriegel. Beim 1:9 hatte Trainer Schallow nach einigen Scharmützeln mit dem ersten Schiedsrichter bereits eine Auszeit zwei Spielerwechsel getätigt. Mit etwas Erfolg, brachte doch gerade die Hereinnahme von Alina Hustadt im Zuspiel und Laura Kemper über Außen frischen Wind ins RCS Spiel. Beim 11:17 war die Lücke zwar noch da, doch das Team schloss sie beherzt über 14:19 bis zum 23:23. Einige Punktchancen später musste der RCS aber dann doch in den Satzverlust einwilligen und schien beim 1:2 in verändertere Formation plötzlich arg unter Druck. Einen Druck aber, den das jetzt mit Katharina Schallow als glänzende Aushilfs-Libera agierende Team allerdings wohl brauchte. Der vierte Satz geriet unter den Augen der gut gefüllten Ränge in der schmucken Lintorfer Halle am Hallenbad und den Standing Ovations der Blauen Wand zu einer Demonstration der Stärke des RC Sorpesee. Endgültig freigespielt sorgten Aufschlagserien von Alina Hustadt, Vanessa Vornweg und Kim Spreyer für einen sicheren Vorsprung, den sich das Team über 1:4, 2:12 und 16:5 redlich herausspielte. Beim 25:9 war der Bann dann doch gebrochen und der RCS feierte zudem mit dem einstellig gewonnenen Satz einen Abschluss der besonderen Art gegen einen kampf- und charakterstarken Gegner, der auch bei hohen Rückständen nicht aufsteckte und am Ende zumindest mit einem verdienten Satzgewinn belohnt wurde. Der RC Sorpesee steht nun mit 6 Punkten in Lauerposition der Tabelle und möchte das Punktekonto schon beim nächsten Auswärtsauftritt in Bonn wenn möglich weiter in die Höhe schrauben. Zuzutrauen ist der Mannschaft mit dieser Unterstützung einiges, so hat zumindest das Spiel in Lintorf in Satz 1 und 4 gezeigt!

Für den RCS aktiv: Bonnie Bastert, Franziska Finke, Michelle Henkies, Alina Hustadt, Laura Kemper, Katharina Schallow, Kim Spreyer, Vanessa Vornweg, Victoria Vornweg, Physio Anne Schmitz und Co-Trainer Linus Tepe 
 

Netzgeflüster Nr. 123 vom 28.09.2018

22.09.2018

Bild von Ralf Litera

Liebe Volleyballfreunde,
Gekämpft bis zum Umfallen, Alles reingepackt und an einem eigentlich schon abgeschriebenen Tag doch noch zwei Punkte mit auf die lange Heimfahrt genommen. Der Trainer zieht seinen Hut vor seinem Co und einem Team mit Kämpferherz!
 
Nachsitzen in Niedersachsen – Unbändige Moral sichert RC Sorpesee zwei Punkte in Hildesheim Bedrückte Mienen allenthalben und eine Menge ratloser RCS-Blicke beim Seitenwechsel. Soeben hatten die routinierten Gastgeberinnen des MTV 48 Hildesheim um ihre bärenstarken Außenangreiferinnen Cinja Tillmann und Katharina Culav Satz 2 mit 25:23 für sich entschieden und auf 2:0 in den Sätzen gestellt. Guter Rat teuer auf RCS Seite und der Kader ohne die verletzte Nicole Freiburg und mit einer deutlich angeschlagenen Michelle Henkies und Katharina Schallow auch nicht gewohnt dicht gefüllt in fremder Halle mit nur wenigen aber lautstarken RCS Anhängern.
Wenig war zusammengelaufen in den Sätzen 1 und 2 und noch dazu griffen die taktischen Umstellungen von Trainer Julian Schallow zu Beginn der Partie noch gar nicht. Der Annahmeriegel um Libera Victoria Vornweg, Laura Kemper und Katharina Schallow brauchte lange, um die Abstimmung zu finden und folglich bekam die für Michelle Henkies ins Zuspiel gerückte Alina Hustadt zu Beginn der Partie eher Kilometergeld als ruhige Pässe zu verwerten. Zwar biss sich das Team zur Mitte des Satzes etwas zurück ins Spiel, zu spät aber, um die herbe 17:25 Schlappe in Satz 1 noch zu korrigieren. Satz 2 zeigte gegen Mitte des Durchgangs ein ähnliches Bild.
Der engagierte aber glücklose Trainer tobte und die Verunsicherung griff langsam aber sicher um sich. Zumindest aber schalteten die Gäste aus dem Sauerland ab Ende des zweiten Satzes auf den Kampfmodus um und hatten beim 23:23 die Lücke geschlossen. Zwei überaus unglückliche und vieldiskutierte Bälle später kam es zum nächsten Tiefschlag auf RCS Seite und das 0:2 waren die Gastgeberinnen endgültig auf der Siegerstraße. Allerdings hatte Hildesheim und das bis dato entzückte Heimpublikum die Rechnung ohne den RC Sorpesee gemacht. Mit dem Wechsel von Bonnie Bastert auf die ungewohnte Außenposition bekam das Spiel der jungen Herausforderinnen plötzlich frischen Wind und als auch Vanessa Vornweg und Franziska Finke im Mittelblock noch konsequenter zupackten und die sich bietenden Lücken nutzen, zog Sorpesee davon. Erst langsam, dann immer konsequenter. Michelle Henkies und Alina Hustadt verteilten die Last im Zuspiel und Laura Kemper entlastete die stark aufgelegte und in der Annahme durchgreifende Katharina Schallow. Zwar kam Hildesheim zum Ende des Satzes noch einmal auf. Beim 25:22 aber jubelte erstmals der RCS und wechselte mit Schwung die Seiten. Ähnliches Bild in Satz 4. Die Gäste waren endgültig im Spiel angekommen und fighteten jetzt um jeden Ball. Die jüngste auf dem Feld, Libera Victoria Vornweg, bekam den Annahmeriegel stabil und auf der Diagonalen wirbelte Kim Spreyer nach vollständig genesener Rückenverletzung mit voller Power. Dennoch kam Hildesheim wieder heran und verkürzte Punkt um Punkt. Eine Aufschlagserie von Bonnie Bastert brachte ein kleines Polster, dennoch war es erst beim 24:23 eine Co-Produktion von Zuspielerin Michelle Henkies und Katharina Schallow auf Außen, die den erlösenden Satzausgleich brachte und auf 2:2 stellte. Die letzten 15 Minuten des Spiels gerieten dann zu einer Demonstration des Siegeswillens der jungen Sauerländerinnen. Ein 3:6 Rückstand konnte nach Auszeit verkürzt werden, bevor erneut Bonnie Bastert mit immer stärker werdenden Aufschlägen ihre blauen Farben erstmals mit 8:7 zum Seitenwechsel in Führung brachte. Zwar glich Hildesheim noch einmal aus, danach aber spielte der RCS mit voller Power zu Ende und belohnte sich für ein tolles Comeback letztlich mit zwei Punkten für die noch wenig aussagefähige Tabelle.
  
Für den RCS aktiv: Bonnie Bastert, Franziska Finke, Michelle Henkies, Alina Hustadt, Laura Kemper, Katharina Schallow, Kim Spreyer, Vanessa Vornweg, Victoria Vornweg und ein beherzt taktierender Linus Tepe
 

15.09.2018

Liebe Volleyballfreunde,
zum Auftakt hat es für uns noch nicht ganz gereicht. Das Schützenfest hat auf der Tribüne etwas Power gekostet und ein zäher Gegner aus Emlichheim zwei Punkte. Bleibt für uns nur der Trostpreis und die Gewissheit noch besser sein zu können…
 
Licht und Schatten im RCS Spiel – Sauerländerinnen müssen sich mit dem Trostpreis begnügen Einen Punkt gewonnen oder zwei verloren, diese Frage konnten viele der Zuschauer im Schulzentrum Sundern am Ende des Tages ebenso beantworten wie die beiden verantwortlichen Trainer im Trainertalk nach dem Spiel. Eine mitreißende und über weite Strecken hochklassige Partie hatte in der kampfstarken und bestens organisierten Mannschaft aus Niedersachsen ihren Sieger gefunden. Was blieb für das junge Team vom See war die Erkenntnis wirklichen guten und spektakulären Volleyball gezeigt zu haben, leider aus ihrer Sicht nicht über den gesamten Spielverlauf. Satz 1 offenbarte die Anfangsnervosität der Gastgeberinnen, die mit Michelle Henkies im Zuspiel, Kim Spreyer auf der Diagonalen, Nicole Freiburg und Katharina Schallow sowie Kapitänin Vanessa Vornweg und Franziska Finke über die Mitte starteten. Die Annahme organisierte mit Victoria Vornweg die Jüngste auf dem Feld und dies vom Start ab exzellent. Das Spiel wogte hin und her, Alina Hustadt und Bonnie Bastert kamen in die Partie und auch Laura Kemper verstärkte den Außenangriff. Beim 17:14 führte der RCS und es sah nach einem kleinen Lauf für das Heimteam aus, beim 17:17 aber war alles schon wieder in der Reihe und es wurde zu viel nachgedacht auf RCS Seite. Der RCS bekam in dieser Phase vor allem Emlichheims späteren MVP Dana Volkers nicht in den Griff und kassierte die entscheidenden Punkte zum 20:25 und 0:1 in den Sätzen. Wer den SCU nun auf der sicheren Siegerstraße gewähnt hatte sah sich getäuscht. Mit dem Seitenwechsel änderte sich das Spiel des RC Sorpesee auf wundersame Weise. Zwar hielten die erfahrenen Emlichheimerinnen bis zum 13:14 aus ihrer Sicht noch exzellent Schritt, ab dann aber spielte fast nur noch ein Team und das kam von der Sorpe. Katharina Schallow und Nicole Freiburg steuerten starke Aufschläge bei und als beim Stand von 19:15 auch noch Bonnie Bastert von der Bank zu einer kleinen Serie ansetzte war beim 23:15 der Satz fast entschieden. Wenig später glich der RCS zum 1:1 aus und wechselte mit neuem Rückenwind die Seiten. Diesen Rückenwind transportierte das Team auch in Satz 3. Der Mittelblock steuerte einige schöne Blocks bei und unter dem Applaus der gut gelaunten Blauen Wand egalisierte der RCS einen 3:7 Fehlstart beim 10:10. Jetzt schlug die Stunde von Bonnie Bastert und Kim Spreyer, die ihren Aufschlag gefunden hatte und in zwei Rotationen Satz 3 für ihre Farben entschieden. Sieben und fünf druckvolle Services standen für die beiden in dieser Phase zu Buche und der RCS zog über 13:17 mit erneut kleinem Wackler beim 20:17 zum verdienten 25:17 und zur 2:1 Satzführung davon. Alles war bereit für einen nicht erwarteten Auftaktsieg und das Team legte auch in Satz 4 ganz mächtig vor. Bis zum 7:3 lief das RCS Spiel weiter wie am Schnürchen, bevor einige leichte Stockfehler Sand ins Sauerländer Getriebe streuten. Den Sieg vor Augen schienen einigen auf dem Feld doch die Nerven einen Streich zu spielen und die vorher so gut eingehaltene Taktiklinie ging verloren. Ein gefundenes Fressen für den Gast aus der Grafschaft Bentheim. Die erneut hervorragend coachende Trainerin Claudia Volkers traf die richtigen Entscheidungen, während auf RCS Seite einige taktische Entscheidungen von Trainer Julian Schallow schlicht nicht funktionierten. Nach dem 11:14 kämpfte sich der RC Sorpesee zwar wieder zurück und beim 17:17 wieder Tuchfühlung aber das Ende des Satzes gehörte den Gästen: 19:25 aus RCS Sicht und alles wieder auf Null beim 2:2. Aufgeben und Kopf in den Sand stecken ist aber natürlich nicht der Stil einer RCS Mannschaft und so startete das Team furios in Satz 5. Beim 6:3 war Emlichheim zu einer Auszeit gezwungen und transportierte diese bis zum 11:7. Eine Aufstellung und einige Unstimmigkeiten auf RCS Seite aber brachten die jungen Damen vom See um den Lohn ihrer Mühen. Bis zum 11:15 gelang kein einziger Punkt mehr und am Ende feierten die an diesem Tag vielleicht etwas unaufgeregteren Emlichheimerinnen. Für den RCS blieb ein Punkt als Trostpflaster, die Gewissheit das Spiel doch irgendwie in der Hand gehabt zu haben und am Ende des Tages dann doch eine Menge Gesprächsbedarf für die kommenden Wochen. Aber das - so war man sich schnell sicher - wird angegangen und dann belohnen sich Mannschaft und Fans auch wieder für ihre Leistung!
 
Für den RCS aktiv: Bonnie Bastert, Franziska Finke, Nicole Freiburg, Michelle Henkies, Alina Hustadt, Laura Kemper, Katharina Schallow, Kim Spreyer, Vanessa Vornweg, Victoria Vornweg
 

Zusätzlich zu den allgemeinen Berichten und Infos aus unserem Volleyballkreis, habt Ihr hier die Möglichkeit
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Info an Uwe Lück